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Datenträger aus Kohlenstoffdioxid?
Freitag, 11. April 2008 / se
Zwei Wissenschaftler sollen unabhängig voneinander verschiedene Verfahren zur Herstellung von Polycarbonaten (PC) aus Kohlenstoffdioxid (CO2) entwickelt haben. Aus dem klimaschädlichen Gas könnte so ein Nutzen gezogen werden.
Die Wissenschaftler Toshiyasu Sakakura vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) im japanischen Tsukuba und Thomas Müller, Leiter des Catalytic Center (CAT) in Aachen, präsentierten ihre Forschungsergebnisse auf der 235. Jahrestagung der American Chemical Society (ACS).
„CO2 zu nutzen, um Polycarbonate herzustellen, wird vielleicht nicht das ganze Kohlendioxidproblem lösen, aber es kann einen wichtigen Beitrag leisten“, meint Müller. Mit seinem Verfahren lasse sich eine Menge des für das Klima schädlichen Gases binden. Außerdem sei es ein günstiges Ausgangsmaterial, das einfach aus Abgasen von fossilen Brennstoffen gewonnen werden könne. So gebe es auch eine wirtschaftliche Antriebskraft.
Polycarbonate sind Kunststoffe zur Produktion von Plastikflaschen, Linsen, Gläsern für Autoscheinwerfer, und auch CDs und DVDs. Derzeit sind sie jedoch teurer als andere Kunststoffe. Dies könnte sich durch einen billigeren Ausgangsstoff wie CO2 ändern. Daher erwartet Müller, dass es nur wenige Jahre dauern wird, bis Kunststoffe aus CO2 auf den Markt kommen.
