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Schweiz: Diskussion über „Killerspiel“-Verbot
Freitag, 11. April 2008 / se
Im schweizerischen Kanton Bern forderte die SP/JUSO-Fraktion ein Verbot sogenannter „Killerspiele“. Nun bekam dieser Antrag vom Großen Rat des Kantons die Mehrheit.
Damit wird sich der Kanton Bern auf Bundesebene für ein Verbot von „Killerspielen“ einsetzen, welches die Herstellung, Anpreisung, den Verkauf und die Weitergabe solcher Spiele umfassen soll.
In einer offiziellen Stellungnahme heißt es: „Jetzt wird auf nationaler Ebene über ein Verbot von solchen „Games“, in welchen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen, entschieden werden müssen. Jugendgewalt hat sehr viele Ursachen und ihr muss mit verschiedenen Maßnahmen begegnet werden. [...] Jedes Opfer von Jugendgewalt ist eines zuviel.“
Mit genau diesem Thema beschäftigt sich die SP im Kanton Bern schon seit längerem. Es gebe eine Tendenz zu immer brutaleren „Games“. Außerdem würde man solche Spiele immer wieder bei gewalttätigen und straffälligen Jugendlichen finden. Roland Naef, der Motionär des Antrags, bekräftigt seine Initiative mit folgenden Worten: „Der Schmerz und das Leiden jedes neuen Opfers von Jugendgewalt, wenn zum Beispiel jemandem von gewalttätigen jungen Männern das Gehirn eingedrückt wird, darf niemals hingenommen werden. Alles Machbare, welches zu einer Verringerung der Jugendgewalt beitragen kann, muss umgesetzt werden.“
Es bleibt also abzuwarten, ob die Polizei demnächst vor allen Schulen potentiell gewalttätige Jugendliche nach Waffen durchsuchen soll, oder ob weitere sich potentiell negativ auswirkende Gewaltdarstellungen, zum Beispiel in Filmen oder Büchern, verboten werden sollen.
