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Neue Konkurrenz für die Blu-ray-Disc?
Montag, 3. März 2008 / se
Nachdem die Blu-ray-Disc den Kampf gegen das Konkurrenzformat HD-DVD gewonnen hat, sollte der Formatkrieg eigentlich beendet sein. Doch New Medium Enterprises (NME) aus Großbritannien sieht stattdessen nun endlich die Zeit für das eigene Format VMD (Versatile Multilayer Disc) gekommen.
„Nun ist der Weg frei dafür, dass die Industrie die VMD annimmt, unsere Technik ist stabil und unser Format eindeutig ebenbürtig“, behauptet Geoff Russel, Interims-CEO von NME. Ihm zufolge verfüge die VMD über die erforderliche Qualität, um Konsumenten „ein echtes High-Definition-Erlebnis“ zu einem Preis zu bieten, den sie auch bereit seien, zu zahlen.
Es gibt jedoch derzeit nur zwei VMD-Player, die zwar laut NME in Australien, Europa und den USA ausgeliefert werden, aber kaum erhältlich zu sein scheinen. Zudem liegt der Preis bei 199 US-Dollar. Die VMD-Filme werden mit rund 18 US-Dollar gelistet. Ein weiteres Problem ist das sehr magere Filmangebot, das derzeit nur 125 Filme umfasst. Die einzige Anlaufstelle, um solche Filme zu erwerben, scheint momentan noch der NME-eigene Shop zu sein.
Laut NME habe das Ende der HD-DVD eine Lücke im Markt hinterlassen, die nun geschlossen werden müsste. Wie das mangels Geräten und einer ansprechenden Zahl von Filmen umgesetzt werden soll, bleibt abzuwarten. Mit seiner selbst entwickelten VMD will das Unternehmen im Laufe des zweiten Quartals 2008 in mehreren weiteren Ländern auf den Markt kommen.
Ein VMD-Rohling soll bis zu 100 GB Speicherplatz bieten und dabei nicht mehr kosten als eine DVD. Erreicht wird das durch viele Datenschichten. Eine VMD mit mehreren Datenschichten wird auch HD-VMD genannt.
Die Chance, eine wirkliche Konkurrenz zur Blu-ray-Disc zu werden, hat die VMD aber wahrscheinlich nicht mehr. Während die Blu-ray Disc Association rund 170 Mitgliedsunternehmen vorweisen kann, hat NME bei Weitem nicht so viele Partner.
