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Wird Toshiba die HD-DVD in Kürze für gescheitert erklären?
Freitag, 15. Februar 2008 / se
Die Verkaufszahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Mittlerweile vergeht kaum eine Woche, an dem nicht davon berichtet wird, dass Toshiba in Kürze das Aus der HD-DVD verkünden wird.
Nach Angaben der „Blu-ray Disc Association“ (BDA) wurden in Europa mittlerweile mehr als 2,37 Millionen Blu-ray-Discs verkauft. Einen sprunghaften Anstieg der Verkäufe brachte dabei vor allem das Geschäft mit Hollywood-Streifen Ende letzten Jahres. So sollen alleine im Dezember 2007 eine halbe Million Blu-ray-Filme über den Ladentisch gegangen sein. An der Spitze der Verkaufsschlager stand dabei der Film „Fluch der Karibik: Am Ende der Welt“ mit 100 000 verkauften Exemplaren im Dezember. Auf den Plätzen 2 und 3 liegen „Die Simpsons: Der Film“ und der Bond-Streifen „Casino Royale“.
Des Weiteren sollen in den letzten zwei Monaten laut BDA dreimal so viele Blu-ray-Discs wie HD-DVDs in Europa verkauft worden sein. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens GfK machten Blu-ray-Discs 79 Prozent der in diesem Jahr in Europa verkauften HD-Discs aus.
Den größten Anteil an dem Erfolg der Blu-ray-Disc hat die PlayStation 3, von der im letzten Jahr allein in Europa 3,2 Millionen Geräte mit Blu-ray-Laufwerk verkauft worden seien. Dem gegenüber stehen nämlich nur 34 000 verkaufte reine Blu-ray-Player. Die Marktforscher haben inzwischen auch Zahlen des (Noch-)Konkurrenzformats HD-DVD veröffentlicht: Demnach stehen aktuell nur etwa 55 000 HD-DVD-Player und Xbox-360-Laufwerke in europäischen Haushalten.
Inzwischen will The Hollywood Reporter aus „gut informierten Industrie-Kreisen“ erfahren haben, dass Toshiba im Laufe der kommenden Woche die HD-DVD für gescheitert erklären wird. Einerseits heißt es, Toshibas zuständige Vizepräsidentin Jodi Sally habe offiziell erklärt, dass keine Entscheidung gefallen sei; andererseits habe sie behauptet, dass etwas „in der Luft liege“ und man den Markt nach den jüngsten Preisreduktionen beobachte.
